Warum zwei 4K-Monitore nicht gleich scharf wirken müssen
Die Pixelzahl allein sagt erstaunlich wenig über die Größe eines Pixels aus
Nehmen wir einmal zwei Monitore mit exakt derselben Pixelauflösung. Beide zeigen 3840 × 2160 Bildpunkte. Der eine Bildschirm misst 27 Zoll, der andere 43 Zoll. Auf dem Papier steht bei beiden „4K“. Trotzdem verteilt der größere Monitor dieselbe Zahl an Pixeln auf eine deutlich größere Fläche. Die einzelnen Bildpunkte sitzen also weiter auseinander.
Genau an dieser Stelle kommt PPI ins Spiel. Der Wert sagt vereinfacht, wie viele Pixel auf einen Zoll beziehungsweise 2,54 Zentimeter passen. Je mehr Bildpunkte in diese Strecke gequetscht werden, desto höher fällt die Pixeldichte aus. Schriftkanten, Symbole und feine Linien können dadurch glatter erscheinen – vorausgesetzt, Betriebssystem und Programme gehen vernünftig mit der hohen Auflösung um.
PPI und Skalierung gehören oft zusammen
Wer ein hochauflösendes Notebook besitzt, kennt das wahrscheinlich: Die native Auflösung ist enorm, trotzdem wirken Menüs nicht winzig. Windows, macOS und mobile Systeme vergrößern die Bedienoberfläche über eine Skalierung. So kann ein Display sehr viele echte Pixel besitzen und Webseiten trotzdem mit deutlich weniger CSS-Pixeln arbeiten. Deshalb übernehmen wir den Browserwert hier nur als bequemen Ausgangspunkt und nennen ihn nicht ungeprüft „native Auflösung“.
PPI oder DPI – ist das nicht dasselbe?
Im Alltag werden die Abkürzungen gerne durcheinandergeworfen. Bei Monitoren ist PPI die passendere Bezeichnung, weil tatsächlich Pixel des Displays gemeint sind. DPI stammt eher aus der Druckwelt und beschreibt dort Punkte pro Zoll. Für die Frage, wie dicht die Pixel eines Monitors oder Smartphones sitzen, ist also PPI die sauberere Einheit.
Was ist ein guter PPI-Wert?
Eine einzelne magische Grenze gibt es nicht. Ein Desktopmonitor wird aus größerer Entfernung betrachtet als ein Smartphone, ein Fernseher oft noch einmal deutlich weiter weg. Dazu kommt die Skalierung des Betriebssystems. Ein hoher Wert kann sehr angenehm aussehen, nützt aber wenig, wenn Programme winzige Bedienelemente darstellen oder die gewünschte Arbeitsfläche durch starke Skalierung wieder schrumpft.
Praktischer ist daher der Vergleich innerhalb derselben Geräteklasse: Welche Auflösung sitzt auf welcher Zollgröße? Wer genau diese Kombination kennt, kann mit dem Rechner sehr schnell abschätzen, wie fein ein anderes Display im Verhältnis dazu ausfällt.