Mehr Pixel – aber was bringt das wirklich?
Der Sprung von Full-HD zu 4K: Der Unterschied ist größer als die Zahlen zuerst vermuten lassen
Nehmen wir zwei ganz typische Monitore. Nummer 1 arbeitet mit 1920 * 1080 Pixeln, Nummer 2 mit 3840 × 2160. Auf den ersten Blick hat sich Breite und Höhe jeweils nur verdoppelt. In der Fläche wird daraus aber die vierfache Pixelzahl: rund 2,07 Millionen Bildpunkte bei Full HD stehen etwa 8,29 Millionen bei 4K UHD gegenüber. Das ist schon ein ordentlicher Sprung nach oben und macht sich im Alltag schnell bemerkbar!
Genau deshalb sollte man beim Vergleich von Monitorauflösungen nicht nur auf die erste Zahl schauen. 2560 × 1440 liegt beispielsweise sichtbar über Full HD, benötigt aber noch nicht einmal halb so viele Pixel wie 4K UHD. Für Spiele kann das durchaus interessant sein, weil die Grafikkarte entsprechend weniger Bildpunkte pro Bild berechnen muss.
Full HD, WQHD oder 4K – welche Auflösung ist ideal?
Das hängt stark von der Bildschirmgröße (Diagonale) ab. FullHD auf 24 Zoll kann weiterhin vernünftig aussehen. Dieselben 1920 × 1080 Pixel auf einem deutlich größeren Display verteilen sich dagegen auf mehr Fläche und werden damit gröber. WQHD beziehungsweise 2560 × 1440 ist deshalb gerade bei 27 Zoll eine häufige Kombination. Wer 4K nutzt erhält noch mehr Details, braucht auf dem Desktop aber (je nach Zollgröße) eine passende Skalierung damit Schrift nicht zu klein wird.
Wenn Sie nicht nur die Auflösung, sondern die tatsächliche Feinheit vergleichen wollen, ist der PPI-Rechner der bessere Maßstab. Dort fließt nämlich zusätzlich die Bildschirmdiagonale ein.
Warum 4K nicht immer 3840 × 2160 bedeutet
Im TV- und Monitorbereich ist mit „4K“ fast immer 3840 × 2160 Pixel gemeint. Technisch sauberer lautet die Bezeichnung deswegen "4K UHD" beziehungsweise UHD. Aus dem digitalen Kino kommt dagegen DCI 4K mit 4096 × 2160 Pixeln. Beides liegt nah beieinander, ist aber eben nicht dasselbe. Wer ein Wallpaper, Video oder Screenshot pixelgenau vorbereiten will, sollte daher besser auf die konkrete Auflösung achten als nur auf das Kürzel.
Auflösungsname und Seitenverhältnis gehören zusammen
Die meisten heutigen TV-Auflösungen verwenden 16:9. Bei Monitoren gibt es zudem noch 16:10, 21:9 und breitere Formate. Ein UWQHD-Monitor mit 3440 × 1440 besitzt beispielsweise dieselbe Höhe wie WQHD mit 2560 × 1440, bietet links und rechts jedoch deutlich mehr Platz. Für Tabellen, Videoschnitt oder mehrere Fenster kann das praktisch sein. Für ein Hintergrundbild muss wiederum das Seitenverhältnis stimmen. Tipp: Genau dafür gibt es unser Wallpaper-Werkzeug.
Die Browseranzeige ist nicht automatisch = Datenblatt
Falls Ihre erkannte Pixelauflösung hier ungewöhnlich aussieht, ist das nicht automatisch ein Fehler. Browser arbeiten bei den Bildschirmmaßen mit CSS-Pixeln und melden zusätzlich ein Device-Pixel-Ratio. Aus beidem lässt sich eine Pixelzahl hochrechnen. Betriebssystem-Skalierung, Seitenzoom und Datenschutzfunktionen können das Ergebnis aber beeinflussen. Warum das so ist, zeigen wir ausführlich unter CSS-Pixel und Device Pixel Ratio.